6 toxische Aussagen, vor denen Mitarbeiter kapitulieren


Was gute Vorgesetzte sagen, kennt man. "Wenn Du nicht genau weißt, wie Du es machen sollst, lass es mich wissen. Wir finden es gemeinsam raus!" oder "Du hast gestern so lange gearbeitet, geh doch heute etwas früher!".


Schlechte Führungskräfte sagen so etwas nicht. Stärkende oder helfende Aussagen sind selten zu hören. Stattdessen sprechen sie ihren Mitarbeitenden Fähigkeiten ab. Das klingt ungefähr so:


  1. "Wenn sie den Job nicht machen, macht ihn eben ein anderer!" Vorgesetzte, die das sagen, sprechen ganz direkt von Ersetzbarkeit. Es juckt sie nicht, wer den Job macht. Hauptsache, es findet sich irgendjemand. Das sie damit demotivieren und Menschen geringschätzen, kommt ihnen nicht in den Sinn. Dann besser gleich kündigen.

  2. "Hab ich ihnen das genehmigt?" Hier wird Misstrauen groß geschrieben und die Angst vor höherer Kompetenz als der eigenen sitzt dem Chef im Nacken. Wer auf diese Art Misstrauen sät und alles erst erlauben muss, erntet weder Motivation noch Produktivität. Ein solcher Satz spricht für Hierarchiedenken und "old school business". Werden Sie in diesem Unternehmen besser nicht alt.

  3. "Wenn das alle machen würden, wo kämen wir denn dann hin?" Vielleicht zu etwas Neuem? Wer so spricht, den lähmt die Angst vor Veränderungen und dem eigenen Kontrollverlust. Auf diese Art stirbt jede Innovation und jedes eigenständige Denken im Job. Besser wäre ein gewisses Vertrauen in eine natürliche Gedanken-Rebellion. Manche fördern es sogar...

  4. "Und jetzt soll ich mich dafür bedanken, oder was?" Tja, Höflichkeit liegt eben nicht jedem. Wenn es aber schon an rudimentären Umgangsformen krankt, sollten Mitarbeiter sich überlegen, Ihre Karriere in einem anderen Unternehmen fortzuführen. Nur selten sind Chefs, die so etwas sagen, offen für Kritik, sondern nutzen vielmehr ihre Macht, um nach unten zu treten.

  5. "Nehmen sie mich bei den Mails immer in Kopie!" Mikromanagement lässt grüßen. Hier könnte man die Mitarbeiter auch gleich auffordern, täglich detailliert Bericht zu erstatten. Wer Fachleute einstellt, sollte Fachkompetenz auch wirken lassen. Und das geht nur, wenn Vertrauen und Freiheit damit einhergehen. Eigenverantwortliches Arbeiten wird mit diesem Satz par Excellence konterkariert.

  6. "Ich bezahle sie nicht fürs Denken!" Und das meint jemand auch ernst, der das sagt. Wer Anwesenheit bezahlt, legt auf Lösungen, gute Argumente oder zukunftsweisende Ideen Anderer keinen Wert. Ein solcher Satz ist der Tod jeder Innovation und zeugt nur von der kleinkarierten Denke desjenigen, der ihn ausspricht.


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